AI - EDITION BERLIN
Taketo Muroi - The Silent Orders 9
Taketo Muroi - The Silent Orders 9
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Technik: Promptography auf Fine Art Papier
Bildgröße: 45 x 30 cm
Auflage: 3 + 1 A. P.
Jahr: 2025
The Silent Orders 9
Mit Nr. 9 kehrt die Serie in eine technologische Topografie zurück, jedoch in einer deutlich verfeinerten, beinahe organischen Ausprägung. Die Bildstruktur erinnert an eine hybride Architektur aus Leiterbahnen, Schaltkreisen und urbanen Ebenen – eine Stadt, die nicht gebaut, sondern gewachsen ist. Kupfer- und Goldtöne dominieren das Zentrum, während kühle Blau- und Türkistöne wie unterirdische Kanäle oder Datenströme darunter verlaufen.
Im Kontext von Nr. 4 und Nr. 8 lässt sich dieses Werk als Synthese lesen: Während Nr. 4 die Maschine als isoliertes, fast sakrales Objekt zeigte und Nr. 8 die innere Dynamik von Ordnung offenlegte, entfaltet Nr. 9 Ordnung als vernetztes System. Nichts steht für sich. Jede Linie ist Anschluss, jede Fläche Übergang. Die Ordnung ist hier nicht mehr vertikal oder hierarchisch, sondern rhizomatisch.
Auffällig ist die Antennen- oder Messvorrichtung im oberen Bereich: ein stiller Beobachter, der nicht sendet, sondern lauscht. Sie verleiht dem Werk eine epistemische Dimension. Ordnung entsteht nicht durch Kontrolle, sondern durch Wahrnehmung. Die KI generiert keine klare Funktion, sondern eine plausible Struktur – ein System, das glaubwürdig wirkt, ohne erklärbar zu sein.
Damit verschiebt sich die „stille Ordnung“ erneut: von Energie (Nr. 8) zu Intelligenz. The Silent Orders 9 zeigt Ordnung als lernfähiges Gefüge, als Landschaft algorithmischer Entscheidungen. Eine Welt, die nicht mehr von Menschen geplant wird, sondern von Prozessen, die sich selbst optimieren – leise, effizient, unaufhaltsam.
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