AI - EDITION BERLIN
Taketo Muroi - Latent grains 48
Taketo Muroi - Latent grains 48
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Technik: Promptography auf Fine Art Papier
Bildgröße: 30 x 30 cm
Auflage: 3 + 1 A. P.
Jahr: 2025
Latent Grains 48
Latent Grains 48 bildet den Abschluss der Serie – und wirkt wie ein bewusst gesetzter Gegenpol zu den zuvor oft meditativen, flächigen Übergängen. Hier verdichtet sich das Geschehen: Farben kollidieren. Ein tiefes Schwarz öffnet den Raum, aus dem sich leuchtende Farbfelder herauslösen – Violett, Blau, Cyan, Grün, Gelb. Die Übergänge sind weich, aber die Zonen klar voneinander unterschieden, fast wie energetische Knotenpunkte.
Dieses letzte Bild wirkt weniger kontemplativ als die vorhergehenden, eher wie ein Resümee. Die KI zeigt hier ihr ganzes Spektrum: Aus demselben Prompt entsteht keine Beruhigung mehr, sondern Spannung. Farbe wird zu Bewegung, zu Kraftfeld. Es ist, als hätte das System am Ende der Serie beschlossen, noch einmal alles zu zeigen, was in ihm steckt.
Formal erinnert das Werk an eine abstrahierte Blende, an Licht, das sich faltet und bricht. Inhaltlich lässt sich Latent Grains 48 als Verdichtung der gesamten Serie lesen: Wahrnehmung ist nie stabil, sondern ein Ergebnis von Überlagerungen, Wahrscheinlichkeiten und Entscheidungen – sowohl menschlichen als auch maschinellen.
In der künstlerischen Praxis von Taketo Muroi markiert dieses Werk keinen Abschluss im klassischen Sinne, sondern eine Öffnung. Die Serie endet nicht in Auflösung oder Stille, sondern in einem kraftvollen Nebeneinander von Möglichkeiten. Latent Grains 48 ist kein Schlussakkord – es ist ein Akkord, der stehen bleibt.
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